Selbsthilfehaus Oderberger Str. 12 in 10435 Berlin - künstlerische Gestaltung der Hinterhaus-Fassade
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Eine Wohnung ist nicht alles - aber ohne Wohnung ist alles nichts.
Aus diesem Grund ist das Selbsthilfehaus in der Oderberger Straße 12
ein wesentlicher Bestandteil zur Bekämpfung der aktuellen Wohnungsnot
in der Stadt. Da die aktuelle Wohnungsnot ursächlich auf den
strukturellen Mangel an preiswertem Wohnraum zurückzuführen ist und
sich die öffentliche Hand aus der Wohnungsbauförderung zurückgezogen
hat, ist Selbsthilfe an dieser Stelle dringend erforderlich.
Im Zeitraum 1999 bis 2003 hat mob - obdach-lose machen mobil e.V. im
Rahmen des Landesprogramms Wohnungspolitische Selbsthilfe ein Wohnhaus
aus der Gründerzeit (Vorderhaus und Quergebäude) unter Mitarbeit von
ehemals Wohnungslosen unter fachlicher Anleitung in Eigeninitiative in
Stand gesetzt und modernisiert.
Es entstanden dort 18 Wohneinheiten und 2 Gewerbeeinheiten.
Damit ist erstmalig in Berlin ein Projekt der Selbsthilfe von
obdachlosen und armen Menschen in der Lage, in eigenen Häusern
dauerhaft preisgünstigen Wohnraum anzubieten. Das Beispiel Oderberger
Str. 12 zeigt: Es ist möglich, zusammen mit Obdachlosen ein sehr
ehrgeizigen Sanierungsvorhaben fach- und zeitgerecht abzuschließen. Auf
dieser Grundlage kann nun der zweite Schritt erfolgen, sich innovativ
in die bestehende Nachbarschaft einzubringen.
Der Verein verwaltet die Häuser selbst und hat deshalb einen engen
Kontakt zu allen Mieterinnen und Mietern. In den seltenen Fällen, in
denen eine Wohnung frei wird, wird diese bevorzugt an obdachlose oder
Personen in schwierigen Wohnverhältnissen oder an Menschen mit
Wohnungsberechtigungsscheinen (WBS) vergeben.
stefan, stand: 09.05.2006